Grundlegende soziale Dienstleistungen für jüdische NS-Opfer

- Der Frankfurter "Treffpunkt" bei einem Ausflug.
Zum Beispiel in Westeuropa
Die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland zum Beispiel erhält von der Claims Conference Fördermittel für den „Treffpunkt“. Die Einrichtung ist Anlaufstelle für rund 200 NS-Opfer in Frankfurt am Main, die hier bei regelmäßigen Treffen nicht nur soziale Kontakte pflegen und Kulturangebote wahrnehmen, sondern auch medizinische und therapeutische Beratung erhalten. Im vergangenen Jahr hat die Claims Conference die Einrichtung neuer Treffpunkte in Stuttgart und Hannover gefördert als Anlaufstelle für insgesamt 450 zusätzliche NS-Opfer.
In Großbritannien etwa fördert die Claims Conference eine breite Palette von Dienstleistungen für jüdische NS-Opfer, die von einem Dachverband für Sozialagenturen durchgeführt werden. Die Organisation leistet häusliche Pflege, gibt Hilfestellung in finanziellen Notlagen, pflegt Kontakte zu NS-Opfern in abgelegenen Gegenden, organisiert Transporte zu gesellschaftlichen Ereignissen und bietet soziale und anderweitige Beratung an. Rund 340 Überlebende erhalten im Rahmen dieses Programms Maßnahmen der häuslichen Pflege, wobei insgesamt 3.100 Besuche von Sozialarbeitern zum Zweck der Betreuung und Vermittlung von weiteren Sozialdienstleistungen zu verzeichnen sind. Die landesweit 35 Regionalgruppen sind dabei bemüht, so viele Überlebende wie möglich zu erreichen und haben rund 200 Informationsveranstaltungen mit 4.500 Teilnehmern durchgeführt.
In Frankreich wiederum führt die « Association d’Aide aux Israélites Agés et Malades « (ADIAM) in Paris Maßnahmen der häuslichen Pflege für 320 Holocaust-Überlebende durch und bietet ein Vormundschaftsprogramm für demenzkranke Senioren an, indem sie das Rechts- und Finanzmanagement für 65 NS-Opfer übernimmt. Die jüdische Gemeinde in Mailand und die Jüdische Agentur für Sozialdienstleistungen in Rom führen Maßnahmen der häusliche Pflege, Transporte, Notlagenhilfe, Unterstützung bei der Hausarbeit durch und bieten Essens- und Besuchsprogramme sowie Einzelfallmanagement an.
165 Überlebende in den Niederlanden erhalten häusliche Pflege durch zwei Organisationen, die eine häusliche Rekonvaleszenz nach Krankenhausaufenthalt ermöglichen. Die jüdischen Gemeinden von Malmö und Stockholm werden von der Claims Conference für die Sicherstellung von häuslicher Pflege, Beratung, Tagesbetreuung, Essen auf Rädern und Einzelfallberatung für 550 NS-Opfer gefördert.
Listen aller geförderten Projekte finden Sie unter:
http://forms.claimscon.org/allocations_lists/successor1.php

