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Projektförderung

Für Projektberatung und Fragen der Antragstellung mit Zuständigkeit für Europa steht Frau Elvira Glück, Consultant on European Allocations, zur Verfügung. Sie erreichen Frau Glück unter (49) 172 - 395 33 00 und elvira.glueck[at]claimscon.org

 

 

 

1943 im besetzten Saloniki: Hochzeit von Victoria Sarfati und Yehuda Baraha. Kurz nach Aufnahme des Fotos wurde das junge Paar in Auschwitz ermordet. Das Bild ist Teil einer Studie des Holocaust Memorial Museum in Washington zur Geschichte der sefardischen Juden. Das Projekt wurde von der Claims Conference gefördert. Foto: Yad Vashem

Institutionelle Förderung  Erforschung, Vermittlung und Dokumentation des Holocaust

Als die Claims Conference in den 90er Jahren erste Einkünfte aus dem Verkauf von nicht beanspruchten jüdischen Vermögenswerten in der früheren DDR erzielte, beschloss das Direktorium, 20 Prozent der Mittel für die Erforschung und Dokumentation der Schoah und der Vermittlung ihrer Lehren einzusetzen. Das Direktorium traf diese Entscheidung eingedenk der Verantwortung für die Erinnerung an die sechs Millionen Ermordeter, damit die Welt nicht vergessen soll, wie sie gelebt haben und wie sie gestorben sind.

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Foto: Jessica Schäfer
Eröffnung des Norbert-Wollheim-Memorial (www.wollheim-memorial.de) in Frankfurt. Oben: Albert Kimmelstiel und seine Frau Jaqueline mit der Bildtafel, die an eine glückliche Vergangenheit errinnert.

Mit Zuwendungen an führende Institutionen, die ausgewiesene Kompetenz in der Lehre, Erforschung und Dokumentation des Holocaust besitzen, möchte die Claims Conference einen Beitrag leisten, die Lehren des Holocaust an künftige Generationen zu vermitteln. Angesichts des sich abzeichnenden Wandels der Schoah von Erinnerung zu Historie ist es entscheidend, dass künftigen Generationen Erinnerungen, Photos und andere Materialien zur Verfügung stehen, wie sie die Fachinstitutionen heute noch zusammengetragen können. Es ist von größter Bedeutung, dass die Geschichte des Holocaust bewahrt und in einer Weise dargestellt wird, die auch dann aussagekräftig und für nachfolgende Generationen verfügbar ist, wenn es nicht mehr möglich sein wird, Überlebenden persönlich zu begegnen.

Eine beratende Fachkommission für die Lehre und eine beratende Fachkommission für die Forschung und Dokumentation, denen Experten aller Disziplinen angehören, prüfen alle eingehenden Anträge auf Förderung.

Im Gedenken an Rabbi Israel Miller z“l, der der Claims Conference 20 Jahre lang als Präsident vorstand, trägt der Fonds den Namen „Rabbi Israel Miller Fund for Shoah Research, Education and Documentation“.

Mit Vorrang gefördert werden:
•    Archivierungsprojekte
•    Trainings für Lehrer
•    Zeitzeugenberichte und Lehrmaterial
•    Lehrprogramme
•    Museen und Ausstellungen
•    Bildungsreisen für Jugendliche zu Stätten der Nazi-Gräuel
•    Forschung und Publikation

Besucher vor dem Bildschirm mit Zeitzeugeninterviews. Unten: Benjamin Grünfeld, Buna - Überlebender, im Gespräch mit einer Schülerklasse im Fritz Bauer Institut.