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  • Projektförderung

Für Projektberatung und Fragen der Antragstellung mit Zuständigkeit für Europa steht Frau Elvira Glück, Consultant on European Allocations, zur Verfügung.
Sie erreichen Frau Glück unter (49) 172 - 395 33 00 und elvira.glueck[at]claimscon.org

Institutionelle Förderung

 

 

Claims Conference erhöht Fördermittel für Sozialprojekte zugunsten von NS-Opfern

 

168 Millionen US $ im Jahr 2009 für Sozialdienste in 43 Ländern
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Foto: Marco Limberg
NS-Überlebende Ninel Veinshtock, Vinnitsa, Ukraine

„In wirtschaftlich schwierigen Zeiten erhöht die Claims Conference das Fördervolumen für Sozialdienste zugunsten von betagten jüdischen NS-Opfern“, teilte der Vorstandsvorsitzende der Claims Conference Julius Berman mit.

So werden im Jahr 2009 rund 168 Millionen US $ (127 Millionen Euro) eingesetzt. Im Vergleich dazu belief sich das Fördervolumen im Jahr 2008 auf 150 Millionen US $ (113,8 Millionen Euro).

Fördermittel für soziale Dienstleistungen gehen in 43 Länder; sie werden eingesetzt für die häusliche Betreuung von bedürftigen NS-Opfern, für medizinische Dienstleistungen, Lebensmittelprogramme, Transfers, Finanznothilfen, Winterhilfe und Sozialisierungsprogramme. Seit 1995 ist die Claims Conference die weltweit führende Organisation für Programme der Sozial- und Gesundheitsfürsorge von jüdischen NS-Opfern; sie versucht dem von ihr ermittelten Bedarf der NS-Opfer mit Sozial- und Gesundheitsprogrammen zu begegnen.

Mehr als 12 Millionen Euro gehen in diesem Jahr an Sozialprojekte für NS-Opfer in Westeuropa und in den EU-Beitrittsländern, wobei Teilbeträge noch von den zuständigen US-Gerichten genehmigt werden müssen.

Das Gros des gesamten Fördervolumens wird von der Claims Conference Nachfolgeorganisation aufgebracht, die für die Rückerstattung von nicht beanspruchtem jüdischen Vermögen in der ehemaligen DDR zuständig ist. Weitere Mittel für soziale Zwecke resultieren aus Verhandlungen der Claims Conference mit der Deutschen Regierung sowie nach Maßgabe der US-Bezirksgerichtsbarkeit aus dem Schweizer Bankenvergleich (Looted Assets Class) und dem Abkommen „Hungarian Gold Train“; ferner Mittel, die die Claims Conference mit der Österreichischen Regierung verhandelt hat sowie aus dem Abkommen über Versicherungsansprüche (ICHEIC). Der Beitrag der Claims Conference Nachfolgeorganisation wurde auch deshalb erhöht, weil die Fördermittel der ICHEIC auslaufen, da die Organisation ihre Aktivitäten eingestellt hat.

Detailinformationen über alle geförderten Programme und Projekte sind erhältlich unter http://forms.claimscon.org/allocations_lists/successor1.php. Programme, die die Claims Conference 2009 fördert, umfassen u.a.:

  • Häusliche Pflege von NS-Opfern in aller Welt. Allein in Israel, wo sie mehr als 15.000 NS-Opfer erreicht, ist die Claims Conference der Hauptförderer im Bereich der häuslichen Pflege.
  • Die Unterhaltung von Einrichtungen für NS-Opfer wie Pflegeheime, Krankenstationen und Tageszentren in Israel, in denen NS-Opfer unter modernen und würdigen Bedingungen und nach dem jüngsten Kenntnisstand versorgt werden. Die Claims Conference fördert auch Maßnahmen der Tagesbetreuung von bedürftigen NS-Opfern.
  • Lebenswichtige Sozialdienste für bedürftige NS-Opfer in der ehemaligen Sowjetunion. Die Claims Conference fördert hier Programme der Hungerhilfe; so u.a. die Ausgabe von jährlich beinahe 1 Million Essen auf Rädern und von warmen Mahlzeiten in Gemeindeeinrichtungen; mehr als 4 Millionen Stunden an häuslicher Pflege, die Hilfe beim Waschen, Anziehen, Kochen und im Haushalt beinhalten; ferner Winterhilfe in Form von Kohle-, Holz- oder Gaslieferungen, Dichtungsmaterial, warmer Kleidung und Zuschüssen für Stromkosten sowie andere grundlegende Dienstleistungen.

 

 

"Hungarian Jewish Social Support Foundation" in Budapest erhält von der Claims Conference Leistungen für die Unterstützung von NS Opfer. Im Bild: eine Apothekerin bereitet die verschriebenen Arzneimittel für Nazi Opfer.
Projektförderung mit Mitteln der Nachfolgeorganisation


Im Jahr 2007 hat die Claims Conference für die Projektförderung in 43 Ländern ein Gesamtvolumen von 124 Millionen US $ aufgebracht, insbesondere für Projekte, deren Laufzeit sich über die Jahre 2007 und 2008 erstreckt.

Rund 43 Millionen US $ kommen dabei von der Nachfolgeorganisation, die Einkünfte durch den Verkauf von nicht beanspruchtem jüdischen Vermögen in der ehemaligen DDR erwirtschaftet. Weitere 63,2 Millionen US $, die aus den Einkünften der Nachfolgeorganisation stammen, wurden bereits 2006 für Projekte der Sozialfürsorge im Jahr 2008 eingesetzt.

Der weitaus größte Teil der Fördermittel aus den Einnahmen der Nachfolgeorganisation wird ausdrücklich für Programme der Sozialfürsorge zugunsten von betagten und bedürftigen NS-Opfern eingesetzt. Mit den Geldern werden wichtige Dienstleistungen wie die Versorgung mit Lebensmitteln, medizinische Betreuung, häusliche Pflege und Heimbetreuung bestritten.

Ein kleiner Teil der jährlichen Zuwendungen aus Mitteln der Nachfolgeorganisation wird für die Erforschung und Vermittlung der Schoah und ihre Dokumentation eingesetzt. Die Claims Conference versteht das als ihren Beitrag, das Gedenken an den Holocaust und die Vermittlung seiner Lehren für gegenwärtige und künftige Generationen zu sichern.

Die Claims Conference verwaltet darüber hinaus im Auftrag der US-Gerichte Mittel für Sozialprojekte aus dem Fonds des Schweizer Bankenvergleichs (Looted Assets Class); sowie für die International Commission on Holocaust Era Insurance Claims (ICHEIC); Mittel, die die Claims Conference mit der Deutschen Regierung verhandelt hat; ebenfalls im Auftrag der US-Gerichte Mittel aus dem Abkommen „Hungarian Gold Train“ sowie Mittel, die aus Zinsen des internationalen „Nazi Persecutee Relief Fund“ aufgelaufen sind.